Was soll das eigentlich sein, Wireless?
Wireless, drahtlose Datenübertragung, vom elektronischen Küchengerät bis zum GPS-Chip, überall. Statt durch Kabel schwirren die Informationen durch die Luft und man sieht sie nicht mal mehr, wenn man sie bandagiert wie Claude Rains in "Der unsichtbare Mann". Eine Einführung.
Ein drahtloses Netzwerk (WLAN) ist ein flexibles Netzwerk, das zur Zeit noch meist als Erweiterung in verkabelten Netzwerken benutzt wird: Wireless Local Area Networc. Da die Datenübertragung ohne Kabel, also durch die Luft erfolgt, braucht es kein Gestöpsel in die Telefondose mehr, keinen Kabelsalat und es müssen auch keine Löcher mehr in Mauern gebohrt werden. Stattet man zum Beispiel ein ganzes Haus mit einem solchen Funknetz aus, haben alle, die sich innerhalb dieses WLANs bewegen, egal ob sie auf der Parkbank sitzen oder im Büro, mit ihrem Laptop Zugriff auf das lokale Netzwerk, das meist über ein Gateway an das Internet angeschlossen ist. Überall dort, wo Kabel nur schlecht und mit hohem Kostenaufwand gelegt werden können, greift man schon jetzt auf Funklösung zurück, beispielsweise auf Hawaii als zu bergige Insel oder in den Regenwäldern von Malaysia.
Wellen
Die meisten WLANs basieren auf den IEEE-802.1x-Standards und nutzen zur Datenübertragung Breitband Radio Frequenzen, eine Technologie, die während des 2. Weltkrieges entwickelt wurde. Diese Sorte elektromagnetischer Wellen ist besonders zuverlässig, weil sie meist vollständig und damit auch sicher übertragen werden können. Wichtig zu wissen ist, dass Radio-, Fernseh,- und auch Mobilfunkwellen in verschiedenen Frequenzen gesendet werden, aber in der Regel sind alle diese Wellen unsichtbar und für menschliche Ohren nicht ohne weiteres auszumachen. Die Frequenz bestimmt sich durch die Häufigkeit, in der die übertragenen Sinuswellen nach oben oder unten ausschlagen.
Architektur
Eine typische WLAN Konfiguration besteht aus einer Basisstation, die entweder an einer Standleitung angebunden ist oder Verbindung mit Satellit hat und den einzelnen Empfängern, Laptops, Handhelds oder auch nur aus Mobiltelefonen. Um Daten empfangen zu können, müssen diese mit entsprechenden Funkkarten ausgestattet sein, die vereinfacht beschrieben wie Antennen funktionieren. Auf diese Weise sind alle, die in diesem Netzwerk angemeldet sind und sich darin bewegen, in der Lage miteinander zu kommunizieren, eben nicht nur jeweils zwei Nutzer, sondern alle mit allen. Zwar stellt eine Basisstation das Zentrum eines elektromagnetischen Feldes dar, aber ansonsten funktionieren WLANS als dezentrale Netze. Damit die Kommunikation der Teilnehmer reibungslos und eindeutig abläuft, bedarf es Standardisierungen. Wie andere Netzwerke auch bestehen WLANS aus unterschiedlichen Übertragungs- bzw. Codierungsebenen. Innerhalb drahtloser Netzwerke werden Daten in Signale übersetzt und gelangen mittels elektromagnetischer Wellen zum angesprochenen Empfänger.
Bluetooth
Bluetooth ist zum Beispiel so ein Radiofrequenz Standard, der im Unterschied zu anderen Standards innerhalb des 2.45 Gigahertz Bereiches sendet. Die Geräte innerhalb eines Bluetooth Netzes lesen nur diese Frequenz aus, so wird garantiert, dass die gesendeten Daten sicher und lesbar zu dem Empfänger gelangen, sich von anderen Wellen unterscheiden und diese von den Funkkarten ignoriert werden. Außerdem müssen Sender und Empfänger auf das selbe Übertragungsprotokoll zurückgreifen. In dem Moment, in dem mehrere Geräte gleichzeitig auf der selben Frequenz senden, besteht die Gefahr der Interferenz, d.h. dass sich die übertragenen Signale vermischen und unlesbar sind oder gar nicht zu dem gelangen, zu dem sie gehören. Bluetooth nutzt dabei die Eigenschaften der Breitband Frequenzen und greift auf das sogenannte Frequency Hopping zurück. Dabei wechseln die 79 Bluetooth Frequenzen zufällig, aber in regelmäßigen Abständen, nämlich 1600 mal in der Sekunde während einer Übertragung und garantieren, dass nur der jeweilige Empfänger und der jeweilige Sender diesen aktuellen Übertragungsparameter nutzen.